Die Landtagswahl in NRW

 

In ein paar Monaten steht die Landtagswahl in NRW auf dem Programm. Für viele Menschen ist diese Wahl ein wichtiger Indikator im Hinblick auf die Bundestagswahl im Herbst 2017. Aber warum ist NRW eigentlich so wichtig für den Bundestag? Es geht doch erstmal nur um eine Landtagswahl, oder?

Die Wahl in NRW als Gradmesser

Die meisten Menschen in Deutschland leben in NRW. Ungefähr 18 Millionen Menschen, das sind zwei Millionen Menschen mehr, als in den Niederlanden, leben in Nord – Rhein – Westfalen. Alleine diese Tatsache macht deutlich, warum die Wahl in diesem Bundesland so wichtig ist, für die Politiker in Berlin. Denn, wenn man so will, kann man das Ergebnis der Landtagswahl als einen Schätzer für die Bundestagswahl im Herbst nehmen.
Derzeit wird NRW von Hannelore Kraft regiert. Sie ist SPD Politikerin und durchaus beliebt bei den Menschen in NRW. Viele Anhänger könnten sich auch eine Bundesregierung unter der Leitung von Kraft vorstellen, doch sie hat schnell abgewiegelt und bekräftigt, dass sie sich in NRW wohl fühlt. In einer Koalition mit den Grünen wird das Bundesland nun mehr seit ein paar Jahren regiert. All zu sicher darf man sich in der SPD aber nicht sein, dass das auch nach der Wahl so bleiben wird. Denn, es gibt starken Gegenwind, durch Ereignisse, die für die Menschen in NRW nur schwer zu verdauen sind.

Da gibt es zum Beispiel den Strukturwandel im Land. Im Ruhrgebiet gibt es einige Stadtteile, die heruntergekommen sind, wie zum Beispiel Duisburg Marxloh. Das zeigt sich dann auch in den Werten der Immobilien. Sie sind in den letzten Jahren rapide gesunken und kaum jemand möchte dort wohnen. Dazu kommt auch der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016. Der Terrorist, Anis Amri hat den fahrenden LKW nicht nur in einen belebten Weihnachtsmarkt gesteuert, er war außerdem auch bei einem Bekannten in einer Dortmunder Moschee und soll sich insgesamt mehrere Male in NRW aufgehalten haben.

Innerpolitische Probleme könnten die Wahl entscheiden

Auch die Flüchtlingsproblematik ist derzeit alles andere als geklärt. Auch in NRW gibt es einige Menschen, die der Zuzug von Flüchtlingen nicht gefällt. Sie wollen ihre Heimat bewahren und nur sehr ungerne Menschen aus anderen Ländern aufnehmen, die sich in NRW nicht an die Gesetze und Gepflogenheiten halten. Dass das nicht immer passiert, zeigte zum Beispiel die Kölner Silvesternacht 2015. Bei der sehr viele Frauen auf dem Platz vor dem Kölner Dom von Antänzern belästigt wurden. Dieses und noch weitere Themen kommen auf die Parteien im Wahlkampf zu. Und auch wenn, die SPD in NRW traditionell immer ein gutes Ergebnis einfahren konnte, dürfen sich die Politiker in diesem Jahr nicht so sicher sein, was ihre Wiederwahl betrifft. Es ist ebenso gut möglich, dass es zu einem Machtwechsel in NRW kommt.